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Unser kleines Obst- & Gemüselexikon

An dieser Stelle werden wir mit der Zeit immer mehr Gemüse- & Obstsorten sowie andere Themen rund um unser Obstgut vorstellen.

 

Mangold

Spinat

Hokkaido-Kürbis

Hummel

Banane

Kaki

Grünkohl

 

 

 

Mangold

 

 

Abstammung/Herkunft:

Mangold oder auch Krautstiel genannt, ist ein Gemüse. Er ist eine Form der Rübe, mit der Zuckerrübe sowie der Roten Rübe verwandt und stammt von dem in Küstenregionen wachsenden See-Mangold (Wilde Rübe) ab. Es gibt zahlreiche Mangoldsorten - mit unterschiedlichen Stielfarben, runzeligen und glatten Blättern. Mit seinen oft langstieligen Blättern wächst der Mangold bis zu 30cm hoch und ähnelt optisch etwas dem Spinat. Bei uns auf dem Bläsiberg bauen wir bunten Mangold schon seit mehreren Jahren an. Die enthaltenen Blattfarbstoffe sind gesund und das Auge bekanntlich mitisst. Je nach Anbauplan, wird er entweder komplett abgeerntet um danach Platz für andere Gemüsearten zu machen oder es werden nur einzelne Blätter des Mangolds abgeerntet. In diesem Fall kann er weiter wachsen und neu austreiben.


Verzehr/Inhaltsstoffe:

Hier in Deutschland entwickelt sich der Mangold langsam zu einem „In-Gemüse“. Immer häufiger findet er Einzug in die deutschen Küchen. Das liegt sicherlich an seinem vorzüglichen Geschmack, aber auch an den zahlreichen gesunden Inhaltsstoffen. Mangold enthält außerordentlich viel Vitamin K, außerdem Vitamin A,Vitamin E, Natrium, Magnesium, Kalium und Eisen. Verzehrt werden beim Mangold die Blätter und die Stiele.


In vielen südlichen Ländern gehört der Mangold schon länger zum klassischen Gemüse auf der Speisekarte.


ACHTUNG: für Menschen mit einer Nierenerkrankung ist Mangold aufgrund des hohen Vitamin K Gehalts nicht zu empfehlen.

 

 

Spinat

 

Herkunft:

Seinen Ursprung hat der Spinat vermutlich in Südwestasien. Ein Vorläufer des Spinats wurde von den Persern nach Spanien gebracht. Hier wurde er erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. Er Gewann sehr schnell an Beliebtheit und verdrängte die bis dahin als Gemüse sehr geschätzte Gartenmelde. Heute ist der Spinat in den Küchen dieser Welt sehr verbreitet und wird in vielen Teilen Europas angebaut – auch bei uns auf dem Obstgut Bläsiberg.

Verzehr:

Spinat kann gekocht oder roh verzehrt werden. Er ist zwar ein Eisenlieferant dieses kann aber von unserem Körper nicht komplett aufgenommen werden. Gemüse wie Spinat enthält zweiwertiges Eisen. Unser Körper kann von diesem nur 4-8 Prozent verarbeiten. Zudem hemmt die Oxalsäure im Spinat die Aufnahme, weil sie das Eisen bindet. Isst man den Spinat allerdings zusammen mit Orangen, Grapefruit, Brokkoli, Tomaten, Kartoffeln oder Paprika, dann kann das Eisen besser aufgenommen werden. Dieses Gemüse hemmt nämlich die Wirkung der Oxalsäure. Auch durch kurzes kochen kann die Oxalsäure um bis zu 50 Prozent verringert werden.

Gesundheitliche Vorteile:

Spinat ist gut für Muskeln, Herz-Kreislauf, Blutdruck, Gedächtnis und Augen kann aber auch vor gewissen Krebserkrankungen schützen. Man muss Spinat allerdings regelmäßig (ca. 1-2 Mal pro Woche) essen um diese Wirkung zu erzielen. Neben Eisen und Lutein enthält Spinat weitere wichtige Nährstoffe wie Kalium, Magnesium, Vitamin C und Beta Carotine.

 

 

Hokkaido-Kürbis

 

Der Hokkaido-Kürbis ist bei uns in Deutschland noch ein relativ „neues“ Gemüse. In den letzten Jahren hat er allerdings eine steile Karriere gemacht. Mittlerweile gehört er zu den beliebtesten Gemüsesorten im Herbst. Und das nicht ohne Grund!


Herkunft: Ursprünglich kommt der Hokkaido-Kürbis von der gleichnamigen Japanischen Insel. Er geht aus einer Züchtung aus dem Reisnusskürbis hervor. Den Reisnusskürbis führten die Amerikaner Ende des 19. Jahrhunderts dort ein. Erst seit rund 20 Jahren wird der Hokkaido-Kürbis bei uns in Deutschland angebaut.


Verzehr & Nährstoffe: Mit 1 – 2 Kilogramm ist der Hokkaido-Kürbis eher ein kleiner Kürbis. Aber in dieser Größe bestens für einen Einfamilienhaushalt geeignet. Er lässt sich schnell zubereiten, denn die Schale des Hokkaido kann problemlos mitgegessen werden.

Seine leuchtend, orangene Farbe verdankt der Hokkaido-Kürbis dem Beta-Karotin. Dieses ist reichlich enthalten und unser Körper kann es in Vitramin A umwandeln, das wichtig für unsere Sehkraft, Haut und Haare ist. Zudem hat der Hokkaido-Kürbis, aufgrund weniger Wassers im Fruchtfleich, eine höhere Nährstoffdichte als seine anderen Verwandten.

Wie alle Kürbissorten wirkt der Hokkaido anregend auf die Nieren- und Blasentätigkeit und entwässert daher auf natürlich Art. Sein zusätzlich niedriger Fettgehalt macht ihn somit zur beliebten Zutat für Figurbewusste.


Lagerung: Bei kühler und trockener Lagerung hält sich ein Hokkaido rund einen Monat. Ein angebrochener Kürbis kann mit Frischhaltefolie abgedeckt oder in einer Dose rund 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

 

Die Hummel

Die Hummeln sind für unseren Anbau am Bläsiberg elementare Helfer. Sie kümmern sich auf unserem großen Obstgut um die Bestäubung der vielen Obst- und Gemüseblüten. Mitte April sind bei uns 10 Hummelvölker eingetroffen, die wir sozusagen als Saisonarbeitskräfte angestellt haben.


Hummeln gehören zu den „Echten Bienen“ und sind somit eine Gattung staatenbildender Insekten. Das bedeutet, dass sie eine Gemeinschaft von Tieren sind, die durch Arbeitsteilung das Überleben ihrer Angehörigen sichern. Hummeln leben in Völkern zusammen die aus 50 bis 600 Tieren und einer Königin bestehen. Die Mehrzahl sind Arbeiterinnen, daneben gibt es noch Männchen (Drohnen genannt) und die Königin.

Hummeln gehören neben Honigbienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Sie sind sehr temperaturunempflindlich und können daher wesentlich länger als Bienen auf Nahrungssuche gehen. Hummeln fliegen an einem Tag in 18 Stunden bis zu 1.000 Blüten an, auch bei schlechtem Wetter um das Überleben des Volkes zu sichern.


Ein Hummelvolk überlebt in Europa normalerweise nur einen Sommer. Spätestens im Herbst (September) ist das Volk abgestorben. Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern und beginnen im Frühjahr mit der Gründung eines neuen Staates.


Eine Frage, die viele Beschäftigt: können Hummeln stechen?

Die Antwort lautet, ja. Doch der Stechapparat ist relativ schwach ausgebildet. Viele Quellen geben an, dass der Stachel zwar ausgefahren werden kann, es der Hummel aber an Muskelkraft fehlt, diesen durch die menschliche Haut zu stechen. Hummeln stechen auch nicht sofort sondern warnen zuerst durch heben des mittleren Beins in Richtung Angreifer und danach durch Drehen auf den Rücken, hervorschieben des Stechapparats und lautes Brummen.


Hummeln sind genauso wie die Bienen wichtig für den Anbau von Obst und Gemüse. Ohne diese wundervollen Insekten müssten wir durch die Bäume klettern und von Hand bestäuben und die Folgen wollen wir uns gar nicht vorstellen …

 

 

Banane
Die Bananenpflanze

Die Banane wächst an Stauden und nicht und nicht, wie oft vermutet wird an Bäumen. Die Blätter der Bananenpflanze liegen so dicht beieinander, dass es wie ein Stamm aussieht. Im Gegensatz zu Bäumen haben Bananen auch nur feine Wurzeln und tragen in ihrem „Staudenleben“ nur einmal Früchte. Durch die Bildung von Schösslingen vermehrt sich die Bananenstaude. Je nach Sorte können Bananenstauden bis zu 6 Meter hoch werden.


Nährwerte

Die Banane macht fit und sorgt für gute Laune. Nicht umsonst schwören viele Profisportler auf das gelbe Kraftpaket. Bananen enthalten eine perfekte Mischung aus Kohlenhydraten und Fitmacher-Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium. Kohlenhydrate versorgen unseren Körper rasch mit neuer und langfristig wirksamer Energie. Kalium aktiviert Enzyme, hält die Muskeln geschmeidig und Magnesium sorgt für ein reibungsloses Zusammenspiel von Nerven und Muskeln.


Der in Bananen enthaltene Stoff Serotonin bringt die Stimmung auf Trab und sorgt somit für gute Laune. Auch der ausgewogene Mix aus Mineralstoffen, Vitaminen und Eiweiß machen die Banane zu einem wahren Kur von Innen.

Bananenhandel

Wir auf dem Obstgut Bläsiberg beziehen nur Bananen aus „Bananfair“ Handel. Das garantiert nicht nur gute Qualität sondern auch faire Entlohnung der Bauernfamilien in den Anbaugebieten. Und das ist uns wichtig, weil auch wir als demeter-Landwirte täglich mit den Preiskämpfen und Niedrigpreisen von Lebensmitteln konfrontiert werden.


An dieser Stelle zitieren wir einen Textteile von der Bananfair Internetseite.


„BanaFair-Bananen kommen vom Kleinbauernverband UROCAL aus Ecuador. Etwa 120 Familien in der Küstenregion im Süden des Landes bauen auf kleinen Flächen Kakao und Bananen an, ohne chemischen Dünger und Pestizide. Die Bauern arbeiten nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus: Stärkung der Pflanzen durch Mulchen und Mischkultur, organische Düngung, mechanische Unkrautbekämpfung. […] BanaFair ist eine gemeinnützige Fairhandelsorganisation. Neben dem Fairen Handel betreibt BanaFair Bildungs- und Informationsarbeit und fördert Projekte zur sozialen und ökologischen Verbesserung in bananenproduzierenden Ländern.“

 

 

Kaki

Die Kaki ist eine süße, orangefarbene Frucht, die einer Tomate ähnelt. Sie wächst auf dem Kakibaum, der rund 10 Meter groß wird.


Anbau

Kaki werden weltweit in Ländern mit warmem Klima angebaut. Ursprünglich kommt die Frucht aus Asien. In China wird der Kakibaum seit vielen hundert Jahren kultiviert. Ihm werden viele "Vorteile“ zugeschrieben: er ist langlebig, schattenspendend, wird von den Vögeln als Nistplatz genutzt und nicht von Schädlingen befallen. Traditionell ist in China eine Vase, mit einem Kiefernzweig und ein orange geschmückter Kakikuchen das Symbol des Wunsches „Großes Glück in 100 Angelegenheiten“.

In den Herbstmonaten ist die Haupterntezeit der Kaki in Spanien und Italien – manch ein Herbst-Urlauber hat diese leckere Frucht vielleicht auch schon einmal wild wachsend gesehen.


Gesundheit

Rund 19 Prozent Fruchtzucker machen die Kaki ausgesprochen nahrhaft. Die Frucht genießt aber auch einen guten Ruf als Lieferant für Vitamine. Mit nur 16mg Vitamin C pro 100g kein die Kaki kaum punkten, dafür stecken in ihr jede Menge Provitamin A (270mg/100g). Dieses Powervitamin sorgt für gesunde Haut, gute Augen und Zellschutz vor schädlichen Stoffen.

 

 

 

 

Grünkohl
Der Grünkohl ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt. In manchen Regionen wird er beispielsweise auch Braunkohl, Hochkohl, Spitzkohl, Federkohl oder Lippische Palme genannt.


Anbau & Ernte

Grünkohl ist eine schnellwüchsige Blattkohlart. Wie bei vielen Kohlarten, werden auch hier im zweiten Jahr werden viele Blüten gebildet aus denen nach der Befruchtung Schoten mit vielen Samen entstehen. Jungpflanzen können ab Mai im Frühbeet gezogen werden. Die Pflanzen werden im Abstand von ungefähr einem halben Meter gesetzt. Die Ernte erfolgt dann drei bis fünf Monate nach der Aussaat. Bei uns auf dem Obstgut Bläsiberg ist das in der Regel ab Ende Oktober.

Dass Grünkohl erst nach Frost geerntet werden soll, weil sich hier angeblich Stärke in Zucker umgewandelt hat, ist nicht richtig. Die späte Ernte ist der ausschlaggebende Punkt, denn durch die Photosynthese wird im Grünkohl weiterhin Traubenzucker gebildet.


Gesundheitliche Vorteile

Der Grünkohl ist ein „Superfood“, weil er besonders Nährstoffreich ist und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Die Vitalstoffe des Grünkohls versorgen unseren Körper mit lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und essentiellen Aminosäuren. Zusätzlich verfügt er auch über eine Vielzahl an Antioxidantien. Rund 45 Flavonoide soll er enthalten, die sich entzündungshemmend und antioxidativ auf unseren Körper auswirken.


Rezepte:

Grünkohl, vegetarisch (zum Rezept)

Grünkohl mit Kassler und Kartoffeln (zum Rezept)

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