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Aktuelles vom Obstgut Bläsiberg

21.10.2017 | Hofführung und Kürbisschnitzen für Kinder

 

Für die letzte Hofführung des Jahres haben wir uns noch etwas besonderes ausgedacht: Kürbisschnitzen für Kinder. Im Freien (oder bei schlechtem Wetter in unserem Schuppen) können Kinder mit Ihren Eltern/Familien Laternenkürbisse von unserem Obstgut Bläsiberg schnitzen. Werkzeuge haben wir da. Lediglich bitten wir die Eltern dabei ein Auge auf Ihre Kinder zu haben.

Die Hofführung findet um 10.30 Uhr statt. Treffpunkt ist wie üblich vor unserem Hofladen. Das Kürbisschnitzen für Kinder findet von 9 - 13 Uhr statt.

 

Wir freuen uns, viele von euch an diesem Hofführungsabschluss 2017 zu sehen.


Eure Bläsiberger

 

 


Bläsiberg News 4 - 2017


Normalerweise würden wir zu dieser Jahreszeit von der erfolgreichen Apfelernte erzählen. Leider können wir das in diesem Jahr nicht, denn wie Sie sicherlich wissen, hat der Frost Anfang des Jahres alle unsere Apfelblüten zerstört. Die Folge 100% Ernteausfall bei den Äpfeln.


Trotzdem gibt es genügend Tätigkeiten von denen wir heute gerne berichten. Aufgrund des Ernteausfalls benötigen unsere Apfelbäume in diesem Jahr eine besondere Behandlung in Form eines vorgezogenen Baumschnitts. Mit diesem steuern wir das Wachstum und den Energiehaushalt des Baumes. Das hat direkten Einfluss auf die Blütenbildung im kommenden Jahr und damit auch auf den Ertrag. Hier ist viel Erfahrung gefragt, denn zu viel dürfen die Bäume im kommenden Jahr nicht tragen, weil das zu einem Negativertrag 2019 führen würde.


Zusätzlich werden gerade alte Bäume gerodet und damit Platz für neue geschaffen. Anfang 2018 steht die Neupflanzung von rund 2.000 Bäumen an. Mit Beginn des Herbst ist auch die Hagelzeit vorbei. Das bringt eine schwere Aufgabe mit sich: Hagelschutznetze aufrollen. In einigen Metern Höhe müssen viele Kilometer Hagelschutznetze aufgerollt werden. Das muss gemacht werden, weil die Schneelast die Netze zum reißen bringen könnte.


Auch „Schädlinge“ sind derzeit bei uns ein großes Thema: Wühlmäuse und Wildschweine machen uns ganz schön zu schaffen. Wir sind somit regelmäßig auf „Mäusejagd“ und versuchen die ständigen Flurschäden durch Wildschweinrotten zu beheben.


Ins Gemüse verschlägt es uns gerade auch immer wieder – oder zumindest in das was davon übrig geblieben ist. Wir haben im Folientunnel angefangen die Sommerkulturen (Tomaten, Auberginen, Paprika) abzuräumen. Dort wo wir Platz geschaffen und den Boden wieder vorbereitet haben, wird ab sofort jede Woche Ackersalat gepflanzt. Diesen gibt es dann bei uns, aus eigenem Anbau, bis in den Januar. Zusätzlich pflanzen wir jetzt noch die letzten Freilandsalate, Endivien, Zuckerhut und Spinat. Mitte Januar werden wir dann voraussichtlich mit dem Pflanzen der neuen Bäume beginnen.


Zum Schluss noch eine Terminankündigung: am 21.10. findet auf unserem Obstgut die letzte Hofführung und Kürbisschnitzen für Kinder mit Ihren Eltern/Familien statt. Die Hofführung startet um 10.30 Uhr vor dem Hofladen, Kürbisschnitzen ist von 9 - 13 Uhr möglich. Werkzeuge und Kürbisse sind vorhanden, die Eltern sollten lediglich ein Auge auf Ihre Kinder haben :-) Bei schlechtem Wetter findet das Kürbisschnitzen im Schuppen statt.


Bis bald.

Eure Bläsiberger




Rückblick „Peer Gynt – eine musikalische Lesung“

 

Wir können sagen: es war eine tolle Kulturveranstaltung. Ein tolles Orchester, ein tolles Publikum, eine tolle Kulisse und mit dem Wetter eine rundum tolle Stimmung! Rund 130 Besucher sind zu den beiden Vorstellungen inmitten unserer Anbaufläche gekommen. Wir waren absolute Neulinge auf dem Gebiet der Kulturveranstaltung – aber in Abstimmung mit dem SinfoNeA hat alles wunderbar geklappt. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an das Holzbläserquintett des Sinfonieorchesters Neckar-Alb. Sie waren mit der Auslöser, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen und haben dann auch noch auf eine Gage verzichtet. Statt Eintritt haben wir um Spenden für die Youth-Life-Line in Tübingen gebeten. Sage und schreibe 800€ sind dabei zusammen gekommen. Diese Spendensumme haben wir dann in der Folgewoche stolz an das Team der Youth-Life-Line überreicht – ein tolles Gefühl!

 

  


 

Und nun: wir haben Lust auf mehr Kultur auf dem Bläsiberg. Aber: wir lassen es auf uns zukommen und überraschen. In diesem Sinne – haltet Augen und Ohren offen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kultur auf‘m Bläsiberg


Peer Gynt - Eine musikalische Lesung

08. + 10. September 2017

 

Fr. 08.09. um 18.30 Uhr

So. 10.09. um 14.00 Uhr

 

BEGRENZTE PLATZANZAHL - UM KARTENRESERVIERUNG WIRD GEBETEN!


Am 8. und 10. September veranstaltet das Obstgut Bläsiberg ein Konzert mit Lesung im Grünen. Herrlich gelegen inmitten der Anbauflächen spielt das Holzbläserquintett des SinfoNeA zur Lesung von Cornelia Prauser unter freiem Himmel. Trittsichere Schuhe sind zu empfehlen. Beginn ist am Freitag, den 08. September um 18.30 und am Sonntag, den 10. September um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.


Gelesen werden Szenenauszüge aus Henrik Ibsens „Peer Gynt“, begleitet durch die musikalischen Kompositionen zu „Peer Gynt“ von Edvard Grieg, gespielt von SinfoNeA. „Peer Gynt“ ist ursprünglich ein dramatisches Gedicht, das für die Theaterbühne umgeschrieben wurde. Es handelt von dem jungen Bauernsohn Peer Gynt, der durch Lügengeschichten und seiner Fantasie versucht der Realität zu entfliehen. Seine Suche nach Liebe und Abenteuer führen ihn in eine Welt von Trollen und Dämonen, er verliebt sich und wird reich durch Sklavenhandel um am Ende … so viel wird nicht verraten.


Für das Sinfonieorchester Neckar-Alb e.V. (SinfoNeA) treten an diesen beiden Terminen auf: Julia Kiesewalter (Flöte), Barbara Hipp (Oboe), Stefan Veitshans (Klarinette), Martin Haardt (Fagott), Fabienne Christen (Horn) und Cornelia Prauser (Sprecherin).


Das Sinfonieorchester wurde im Herbst 2014 gegründet, um neben Beruf und Familie ambitioniert sinfonische Konzertprogramme zu erarbeiten. Die 55 musikbegeisterten Amateure mit viel Orchestererfahrung, verstärkt durch einige professionelle Musiker, möchten ihrem Publikum an verschiedenen Orten der Region Neckar-Alb Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen präsentieren und den Funken der Begeisterung auf ihre Zuhörer überspringen lassen.

 

 

 

 

 

Bläsiberg News 3 - 2017


 

Der Totalausfall unserer Apfelernte war in den letzten Wochen natürlich ständig Thema. Nicht nur dass es für unser laufendes Erntejahr viele Veränderungen auf dem Obstgut zur Folge hat sondern auch durch zahlreiche Interviews mit der Presse und Veröffentlichungen in Zeitungen. Auch haben uns einige Briefe von Geschäftspartnern erreicht, die uns ihr bedauern mitgeteilt und gleichzeitig ihre weitere Unterstützung zugesagt haben – das hat uns sehr gefreut.


Obwohl unsere Apfelbäume in diesem Jahr keine Äpfel tragen werden, müssen diese trotzdem regelmäßig gepflegt werden. Boden von Unkraut befreien, wässern und natürlich dafür sorgen, dass sich keine Schädlinge an den Bäumen nieder lassen. Ein ganz großes Thema wird dann auch der Baumschnitt werden. Durch den fehlenden Fruchtansatz haben die Bäume überschüssige Energie. Diese wird zum wachsen zahlreicher Wasserschosser führen. Diese müssen dann zusätzlich zum jährlichen Baumschnitt entfernt werden, weil ansonsten den Bäumen die Energie für eine gute Fruchtbildung im nächsten Jahr fehlen würde. Bereits heute wissen wir, dass sich im kommenden Jahr wesentlich mehr Apfelblüten bilden werden. Das hängt mit dem „Gedächtnis“ des Baums zusammen. Mehr Blüten hört sich im ersten Moment zwar gut an, aber genau das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Mehr Fruchtansatz, bedeutet mehr Energie notwendig – der Baum verfügt aber nur über die aus dem Vorjahr gespeicherte Energie. Dadurch würde es zu sehr kleinen Äpfeln führen und im Folgejahr nur wenige Blüten geben, weil der Baum darauf reagiert. Im Anbau nennt man das „Alternanz“. Bedeutet im Umkehrschluss, dass wir im kommenden Frühjahr die Bildung eines Fruchtansatzes eindämmen müssen um eine große Schwankung im Ernteertrag und kleine Äpfel zu verhindern. Sie erkennen es, der Frostschaden hat eine enorme Auswirkung auf unseren Apfelanbau.


Eine wichtige Aufgabe in den letzten Wochen war die Bewässerung der Apfel Jungbäume und unseres kompletten Gemüseanbaus. Mittlerweile bewässern wir mit „Leitungswasser“ weil unser weil unser 10.000 Liter Regenwasserspeicher seit langem leer ist. Es hat nur wenig Niederschläge in letzter Zeit gegeben.

 

Bewaesserung

Mit diesem Anhänger können wir bewässern


Sehr kurz war in diesem Jahr die Erdbeerernte. Gerade mal eine Woche lang konnten wir bei uns Erdbeeren ernten. Auch hier spielte die Hitze eine Rolle. Durch die geringen Niederschläge entwickelten sich die Früchte nicht so wie gewohnt. Eine dauerhafte Bewässerung hätte das geändert, allerdings steht das in keinem Verhältnis zum Ertrag.


Für uns ist momentan eine der schönsten Jahreszeiten. Die Ernte unseres Anbaus ist in vollem Gange und geht langsam in die Ernte der Sommerkulturen über. Aktuell ernten wir Kohlrabi, Mangold, Fenchel, Gurken (in dieser Woche über 500 Stück), Petersilie, Radieschen sowie Salate bald folgen noch Tomaten, Paprikas, Auberginen und vermutlich die ersten Physalis.

 

Eindrücke von der Ernte



Und weil gerade so viel wächst und geerntet werden kann, laden wir Sie am 24.06. zu unserer Hofführung ein. Lassen Sie sich unser Obstgut zeigen. Bei einem Spaziergang über die Anlage werden wir Ihnen vieles zeigen und erklären – das Wetter soll ja auch gut werden. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor dem Hofladen. Und wer Lust auf eine „Fruchtverkostung“ hat – von 9 – 13 Uhr bieten wir im Hofladen diverse Früchte, Säfte und Aufstriche zur Verkostung an.


Wir freuen uns auf Sie.

Ihre Bläsiberger

 



Bläsiberg auf Exkursion - "Wissen, wo es herkommt"


Uns ist es ein Anliegen zu wissen wo zugekaufte Produkte herkommen. Aus diesem Grund waren Inhaber Stefan Grüter und seine Frau Ursel auf eine Exkursion in Spanien (Andalusien). Hier wollten sie Einblicke in Zulieferbetriebe erhalten und die Fragen um „Folienmeere“, Angriff der Wasserressourcen und die Einhaltung von biologischen Anbaurichtlinien klären. Aber natürlich wollten wir auch die Landwirte persönlich kennen lernen und uns mit Ihnen austauschen.


Auf der 3-tägigen Reise wurden insgesamt 5 Betriebe besichtigt. Spanien ist bekannt für die Lieferung von Pfirsichen, Mangos, Tomaten und Melonen. Gerade in unseren Wintermonaten kann dieses Obst und Gemüse von dort bezogen werden. Ob man das möchte, ist natürlich immer eine Frage der Einstellung. Einige Menschen essen nur das Obst und Gemüse der Saison, andere essen gerne auch im Winter Tomaten. Beides ist in Ordnung. Entsprechend haben wir uns auch Betriebe angesehen, die genau diese Produkte anbauen und vertreiben.


Bei gerade mal 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Jahr (bei uns sind es ca. 600-800l) ist schnell klar, dass Wasser eine wichtige Rolle spielt. Gewonnen wird es über Regenauffangbecken und Wasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen. Alle Landwirte waren sich einig, dass eine Verknappung der Wasserressourcen dadurch nicht entsteht.


Für unseren Geschmack war wirklich sehr viel unter Folien angebaut. Wir können hier den Begriff der „Folienmeere“ in Andalusien nur unterschreiben. Sicherlich ist das ein Faktor, der nicht unseren Vorstellungen entspricht aber für die dort lebenden Spanier ist das eine Gegebenheit. Es hat sich auch herausgestellt, dass nahezu der komplette Ertrag exportiert wird. An diesem Wirtschaftszweig hängen in dieser Region sehr viele Jobs – sie leben von diesem Anbau und von unseren Einkäufen.


Bei der Exkursion haben wir uns Plantagen, Felder, Sortieranlagen und Verpackungsanlagen angesehen. Die Landwirte haben sich, den Betrieb und ihren Anbau vorgestellt. Nach unserer Einschätzung wird hier wirklich sehr gut und nach den entsprechenden Richtlinien gearbeitet.


Natürlich kann man sich die Frage stellen ob Tomaten aus Spanien oder Italien sein müssen. Aber unsere Gesellschaft hat sich nun mal so entwickelt und für die Spanier (und natürlich auch Betriebe aus anderen Ländern) hat sich hier ein Wirtschaftszweig entwickelt von dem sie Leben.


Nach unseren Eindrücken haben wir keine Bedenken weiterhin bei diesen Betrieben zu bestellen.

 

Einige Bilder der Exkursion:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Bläsiberg News 2 - 2017

 

In diesem Jahr kam der Frühling schneller als erwartet – und mit ihm eine rasante Entwicklung der Blüten. Ein Prozess, den wir leider nicht aufhalten können. Die Folge: die Vollblüte fand in letzter Zeit teilweise bei Schneegestöber statt und dann trat auch noch das allerschlimmste ein – Frost! In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatten wir Minus 5 Grad auf dem Bläsiberg. Ein Albtraum für die Blüte und jeden Landwirt.

Die Wetterstationen haben uns vorgewarnt und wir die entsprechenden Maßnahmen ergriffen. Über unseren Äpfelbäumen haben wir die Hagelschutznetze zugezogen um eine Bewölkung zu simulieren, das verschafft uns ca. 1 Grad Celsius. Zusätzlich haben wir kurzfristig auf einer Versuchsfläche von über einem Hektar Frostschutzkerzen aufgestellt. Das sind Töpfe, die mit einem brennbaren Gel gefüllt sind. Mittwochnachmittag haben wir diese zwischen den Baumreihen verteilt. Alle 10 Meter ein Topf, was bei der Testfläche mehrere Hundert Frostschutzkerzen bedeutete und viel Zeit in Anspruch genommen hat. Mittwochnacht haben wir die Kerzen dann zu dritt von 0 Uhr bis ca. 1 Uhr angezündet. Sie haben dann bis etwa 7 Uhr morgens gebrannt. Doch leider war es einfach zu kalt! Trotz aller Anstrengungen konnten wir die Temperatur nicht weit genug anheben – viele unserer Apfelblüten sind kaputt. Das wird erhebliche Auswirkungen auf die diesjährige Ernte haben. Genaueres können wir in 14 Tagen sagen.

 

Hier einige Bilder des "Rettungsversuchs" und von den Folgen des Frosts.

 

Frostkerze-1

 

 

Frostschutzkerze-brennt

 

 

Nicht unbedingt ein Trost, aber für die kommenden Jahre enorm wichtig war die Neupflanzung von 1.500 Apfelbäumen in den letzten 2 Wochen. Damit haben wir abgeholzte Bestände ersetzt und den Gesamtbestand auch etwas vergrößert. Auch das Grünspargelfeld haben wir um 2.000 Pflanzen erweitert. Im letzten Jahr hatten wir bereits Grünspargel neu gepflanzt, dieser kann dann nach einer 2-jährigen Aufwachszeit im kommenden Jahr geerntet werden.

Einen enormen Schaden am Rhabarber haben die Wildschweine über den Winter verursacht. 120 Pflanzen konnten wir retten. Diese pflanzen wir nun um und setzen sie an den Feldrand neben der Gemüse-Gärtnerei. Dort ist insgesamt mehr Betrieb und vielleicht trauen sich die Wildschweine hier nicht hin.

 

Auch ein heikles Thema in den letzten Wochen war die Trockenheit. 10 Liter Wasser pro Quadratmeter sind insgesamt in den letzten vier Wochen gefallen. Keine idealen Bedingungen für frisch gepflanztes, daher mussten wir unsere Jungbäume in letzter Zeit auch immer wieder Notbewässern.



Mit den wärmeren Temperaturen hat auch die Saison in unserer Gemüse-Gärtnerei begonnen. Bereits im März haben wir die ersten Salate, Spinat, Fenchel sowie Ruccola und Kräuter gepflanzt und zwischenzeitlich wieder abgeerntet. Der erste Gewächs-Tunnel ist wieder leer und in den nächsten Tagen werden wir hier die Tomaten pflanzen – dann folgen noch Gurken, Paprika, Kohl, Zucchini, Salate und vieles mehr. Wir hoffen das Wetter spielt mit und dass der Frost ab jetzt ausbleibt.

 

Bei der Nährstoffversorgung der Tomaten und Gurken gehen wir in diesem Jahr einen ganz innovativen Weg. „Gefüttert“ werden die Pflanzen mit einer Klee-Gras-Silage (Kuhfutter) vom Biolandhof Braun. Die Silage streuen wir dabei in die Pflanzenreihen. Der Boden setzt die Nährstoffe um (so wie das normalerweise auch der Magen einer Kuh macht). Wir setzen die Silage somit zum einen als Düngung zum anderen aber auch als Mittel gegen Unkraut ein. Wir sind gespannt ob sich diese neue Methode bewährt. Damit sollen die schwarzen Folien der letzten Jahre aus den Gewächshäusern verschwinden. Auch hier wollen wir die Ökologie noch weiter vorantreiben und kein Plastik mehr einsetzen. Keine Sorge, durch unsere Verwendung von Silage müssen die Kühe nicht hungern.

Dann können wir noch stolz erzählen, dass unser Team weiter wächst. Wir haben in letzter Zeit einige neue Mitarbeiter im Bereich Verkauf und Kistenpacken eingestellt. Diese werden von uns nun sorgfältig eingearbeitet – sollte es in nächster Zeit dennoch zu kleineren Fehlern speziell in der Biokisten-Lieferung kommen, bitten wir das zu entschuldigen.

 

Auch intern schulen wir unsere Mitarbeiter ständig weiter. Aktuell werden alle auf den aktuellsten Stand gebracht, wo, was auf unserem Bläsiberg wächst. Sie dürfen ebenfalls kommen und schauen – wir laden Sie nämlich herzlich zu unserer Hofführung am 29.04. ein. Beginn ist 10.30 Uhr der Treffpunkt ist vor dem Hofladen. Gemeinsam mit Ihnen spazieren wir über unser Obstgut, erläutern Ihnen unsere Anbaumethoden und zeigen Ihnen wo unser Obst und Gemüse wächst. Die Hofführung ist kostenlos und findet bei jedem Wetter statt.



Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihre Bläsiberger.

 

 

 

 

Bläsiberg News 1 - 2017


In den Wintermonaten verlagern sich bei uns auf dem Obstgut die Arbeitsschwerpunkte. Wo im Frühjahr und Sommer viel angepflanzt und auf den Feldern gearbeitet wird, hindert uns der Winter mit Frost daran. Eine Chance für uns andere Themen im Winter anzugehen.

 

Im Herbst haben wir uns an die Gestaltung neuer Apfelsaftetiketten gemacht, weil die bestehenden fast aufgebraucht waren. Das hat einen riesigen bürokratischen Aufwand in Bewegung gesetzt, den wir so nicht erwartet haben. Grund dafür waren neue Bestimmungen in der Lebensmittelverordnung. Diese besagen, dass mit Ablauf des Jahres 2016 auf verpackten Nahrungsmitteln die Nährwertangaben ausgewiesen werden müssen. Es war aber nicht klar, ob diese Kennzeichnung für unseren Apfelsaft notwendig ist, da bestimme Lebensmittel von der Verpflichtung ausgenommen sind. Wir haben die EU-Verordnung dazu gelesen und versucht diese zu entschlüsseln, haben mit verschiedenen Verbänden und dem Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung in Tübingen telefoniert. Am Schluss stand fest, dass wir die „Big 7“ - Brennwert/Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Salz auf unserem Apfelsaft ausweisen müssen.

Nachdem wir das geklärt und die Nährwerte erhalten haben, konnten wir endlich mit der Gestaltung beginnen. Ein Design-Favorit war schnell gefunden. Dieser wurde dann bis zur Druckreife fertiggestaltet und an eine Druckerei für Etiketten gesendet. Insgesamt haben wir 40.000 Etiketten drucken lassen, die nun bei unserem Abfüller liegen. Beim Abfüllen unseres Apfelsafts, der zu 100% Direktsaft ist, werden die Etiketten dann direkt auf die Flaschen geklebt.

 

Blaesiberg-Apfelsaft-Etiketten

 

Im November haben wir mit den Planungen der Neugestaltung unseres Hofladens begonnen. Im Fokus stand hierbei die Integration neuer Regale zur Sortimentserweiterung aber auch die übersichtlichere Anordnung der Waren. Dabei sollte aber unser besonderer Hofladen-Flair nicht verändert werden. Kasse und Getränke haben einen neuen Platz bekommen und die vielen Naturkostwaren präsentieren sich jetzt in einem „eigenen Bereich“ des Hofladen. Das Obst und Gemüse ist weitestgehend an gleicher Stelle geblieben, nur die Äpfel haben im neuen Raumkonzept einen anderen Platz zugewiesen bekommen. Die Arbeit hat sich gelohnt - wir sind mit dem Ergebnis der Neugestaltung sehr zufrieden.

Auch unser Online-Shop hat sich in den Wintermonaten weiter gefüllt. Wir haben die Zeit genutzt und einige neue Produkte in das Sortiment mit aufgenommen. Neben Tees, Punsch und Glühwein sind es ganz aktuell leckere „SnackPacks“ mit köstlichen Knabbereien.


Natürlich gab es auch auf unseren Feldern und Plantagen in den Wintermonaten einiges zu tun. Im Obstbau haben wir die ersten Baumschnitte gemacht. Bei Frost und frosthartem Boden wurden dann die Wurzeln der gerodeten Bäume abgefahren. Zusätzlich haben wir die Folientunnel abgeplant (die Folien entfernt) damit der Boden Frost bekommt. Die Frostgare ist notwendig für unsere Böden. Der Frost sprengt die Erde, dabei werden große Brocken aufgelöst und der Boden wird krümeliger. Dadurch lassen sich unsere Felder im Frühjahr besser bearbeiten und es erspart uns viel mechanische Arbeit. Außerdem ist der Bodenfrost wichtig für eine natürliche Abtötung von Schädlingen.

Zu Beginn diesen Jahres sind wir mit dem Winterobstbaumschnitt gestartet. Diese Arbeit dauert bei unseren Baumreihen mit einer Gesamtlänge von rund 33 Kilometern eine ganze Weile. Im Februar haben wir den ersten organischen Dünger unter die Obstbäume gebracht und im Gemüseanbau die ersten Vorkulturen Spinat, Mangold, Salat, Fenchel und Kohlrabi gepflanzt. Diese können bereits in wenigen Wochen geerntet werden. Ab April geht es dann mit dem Anbau von Tomaten, Paprika, Auberginen und Schlangengurken los. Vorher werden wir im März noch Jungbäume und Grünspargel pflanzen, durch Abdecken eines Teils unserer Erdbeeren eine Verfrühung der Ernte erreichen und natürlich den ersten Hornmist zur Belebung des Bodens ausbringen. Dieser ist ein wichtiger Bestandteil des biodynamischen Anbaus und wird in homöopathischen Mengen auf das Erdreich aufgetragen.


Ehrlich gesagt sind wir froh, dass der Frühling endlich los geht. So wichtig die Wintermonate für unsere Felder sind, wir sind mit Herz und Seele Landwirte und brennen darauf, endlich wieder mit den Händen in der Erde zu wühlen, anzupflanzen, zu ernten und unsere Obstbäume zu pflegen.


In diesem Sinne: auf eine gute Ernte :-)


Eure Bläsiberger

#dieBlaesiberger

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