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Aktuelles vom Obstgut Bläsiberg

Bläsiberg News 3 - 2022

Aus dem Obstbau:
DER TOPAZ WIRD REIF!

Die reifen Äpfel werden in Handarbeit gepflückt

 

Seit Juli läuft unsere Apfelernte: Sie erreicht in diesen Wochen ihren Höhepunkt mit der Ernte der beliebten Sorte Topaz. „Wenn wir jeden Apfel zählen, werden wir bis Ende Oktober 250 Tonnen Äpfel geerntet haben“, sagt Holger Schell. Wir, das sind in diesem Fall Holger mit bis zu sieben weiteren Erntehelfern. Zwei Helfer haben schon im Juli mit den frühen Sorten Piros, Collina und Hannah begonnen, drei Menschen arbeiten seit Mitte August auf der Plantage und zwei weitere Helfer kommen jetzt zur Topazernte dazu. Insgesamt bauen wir rund 15 Apfelsorten an. „Wenn es keinen frühen Frost oder nochmals Hagel gibt, ist das eine normale Ernte für uns“, meint Holger Schell.

 

Zwischen den Reihen

 Mit dem Traktor geht es durch die Baumreihen

 

Mindestens drei Mal im Abstand von sieben bis zehn Tagen gehen wir durch die Apfelbaumreihen und pflücken die Äpfel von Hand. Ein schmaler Traktor, unser Landini, zieht den langen Hänger mit Holzkisten durch die Reihen. In diese legen wir die Äpfel hinein. Genauer gesagt rutschen sie sanft aus den Erntebehältern, deren Sack man dafür von unten öffnen kann. So behandeln wir die Äpfel fast wie rohe Eier!

 

 Mit sanften Händen legen wir die Äpfel in die Großkisten

 

Auch die fauligen Äpfel werden vom Baum genommen, damit sie die anderen nicht anstecken und keine Brutstätte für Schädlinge wie zum Beispiel den Apfelspanner werden. Sie landen auf unserem Kompost. Der erntereife, gesunde Apfel hat eine schöne Farbe, löst sich relativ leicht vom Ast, fällt aber noch nicht von selbst.

 


 Das sieht nach einer guten Ernte aus!

 

Für die Apfelernte gilt "first in, last out". Soll heißen: Die im ersten und zweiten Durchgang geernteten Äpfel einer Sorte lagern wir in unseren Kühlhäusern, die zuletzt gepflückten kommen direkt in den Verkauf. Deshalb schmecken die einzelnen Sorten jetzt anders, als im Winter. Ein eigentlich süßer Apfel wie der Santana schmeckt frisch vom Baum noch fein säuerlich. Auch wir probieren immer wieder, wie sich der Geschmack verändert!

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 Gut aufgehoben: Die Sorte Santana in unserem Lager

 

Jede Apfelsorte hat ihre eigene Reifedauer. So liegen zwischen Blüte und Erntereife etwa 120 bis 150 Tage. Das Wetter während dieser Zeit beeinflusst den Zeitpunkt der Erntereife nur gering. Das ganze Frühjahr und den Sommer über gehen wir immer wieder durch die Plantage und pflücken schadhafte Äpfel von den Bäumen. So hat der Baum mehr Kraft und „fühlt“ sich selbst gesünder. Alle für den Geschmack wichtigen sekundären Pflanzenstoffe landen dann in denjenigen Äpfeln, die wir jetzt ernten können. Als Demeteranbauer haben wir mit einem Kieselpräparat in homöopathischer Dosis den Äpfeln noch zusätzlich einen Impuls für die Ausbildung einer besonders feinen Süße mitgegeben.

Ende Oktober werden unsere Helfer dann die letzten Sorten, wie Braeburn und Natyra, mit sehr festem Fruchtfleisch pflücken können. Etwa 170 Tonnen leckere Äpfel lagern dann in unseren Kühlhäusern für den Winter!

 

 

Rezept mit Äpfeln:
VEGANER APFEL-WALNUSS-KUCHEN

Ein einfacher veganer Apfelkuchen mit Walnüssen und Zimtglasur (oder Puderzucker)

 

Die Zutaten für den Kuchen:
400 g Mehl
125 g Brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
½ TL Salz
Abrieb von ½ Bio-Zitrone
1 Pck. Backpulver
150 ml Öl geschmacksneutral
175 ml pflanzliche Milch, z.B. Hafermilch
150 g Apfelmus
¼ TL Zimt
2 feste Äpfel
100 g Walnüsse

Zutaten für den Guss:
125 g Puderzucker
Saft von ½ Zitrone
½ TL Zimt
oder einfach Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Gebraucht wird eine Kastenform von 25 cm Länge, 10 Minuten Vorbereitungszeit und 45 Minuten Backzeit

1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kastenform mit Backpapier auslegen oder gründlich einfetten

2. Die Äpfel schälen, in Stückchen schneiden und mit dem Zimt mischen. Die Walnüsse grob zerhacken

3. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver, Salz und Zitronenabrieb in einer großen Schüssel vermengen. Öl, Pflanzenmilch und Apfelmus in einer separaten Schüssel verrühren. Eine Mulde in der Mitte der Mehlmischung formen und die flüssigen Zutaten hineingießen. Alles mit einem Schneebesen nur so lange verrühren, bis der Teig zusammenkommt. Apfel und Walnüsse unterheben

4. Den Teig in die Form füllen und ca. 45 Minuten backen. Die Stäbchenprobe machen, um zu testen, ob der Kuchen fertig ist

5. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, kurz in der Form und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen

6. Für den Guss Puderzucker und Zimt mischen. Den Zitronensaft löffelweise unterrühren, bis die Glasur die gewünschte Konsistenz hat. Dann auf dem erkalteten Kuchen verteilen

Diese Menge ergibt etwa 10 Stück Kuchen!

 

 

 Antonia genießt ihren Apfelkuchen!

 

Antonia Indlekofer hat das Rezept für uns aufgestöbert, den Kuchen gebacken, probiert und auch fotografiert. Sie studiert Geoökologie in Tübingen und packt am Bläsiberg Biokisten oder hilft im Verkauf auf dem Wochenmarkt: „Ich fand das Rezept richtig gut! Nur bei der Glasur habe ich etwas weniger gemacht und dafür eher Puderzucker darauf verteilt. Ich finde den Kuchen sehr lecker nussig aber auch saftig wegen der Äpfel – habe das Apfelmus auch selbst gemacht. Die Backzeit war genauso wie beschrieben, ich habe den Kuchen nur etwas länger in der Restwärme im Ofen gelassen.“

 

Das Rezept für diesen veganen Apfel-Walnuss-Kuchen stammt ursprünglich aus dem Buch „Vegane Lieblingskuchen“ von Maartje Borst, erschienen im Hölker-Verlag, Münster, ISBN: 978-3-88117-262-2. Darauf gestoßen ist Antonia aber im Internet, und zwar im Foodblog „heyfoodsister.de“. Daher stammt auch die Ergänzung mit der Zimtglasur.

 

Herzliche Grüße von Angela und dem Team vom Bläsiberg!

 

Bläsiberg News 2 - 2022

Aus dem Obstbau:
„UNWETTERZITTERN“

Landwirtschaft ist nichts für schwache Nerven... Neulich im Hofladen am Bläsiberg standen wir wieder einmal hinter der Scheibe und beobachteten die aufziehenden dunklen Wolken über Apfelfeld und Gärtnerei.
Dann drückte eine erste Windböe die Eingangstüre auf und auch die Chefs kamen vom Feld und aus dem Büro, abwechselnd Himmel und Wetterapp beobachtend: „Wird es bei uns hageln oder bleiben wir verschont"

Der Hagel im Juni 2021 hatte mit seiner Dauer und Heftigkeit unsere, zugegebenermaßen schon etwas älteren, Hagelschutznetze zerstört und so einen erheblichen Teil der Ernte vernichtet. Immerhin nicht so schlimm wie 2013, als nach einem Hagelsturm im Juli kein einziger Apfel mehr am Baum hing.

 

 

Nun montierten in den letzten Wochen viele helfende Hände insgesamt zwölf Kilometer neue Schutznetze. Diese decken ab sofort rund 60 Prozent unserer Apfelplantage hoffentlich sicher ab! Holger Schell berichtet: „Die Netze sollten die kommenden 12 bis 15 Jahre halten. Vorausschauend haben wir uns für graue Netze statt der früheren weißen entschieden. Das dunklere Gewebe beschattet die Bäume mehr und da das Wetter vermutlich heißer und sonniger werden wird, verhindern die Netze so auch den Sonnenbrand auf den Äpfeln.“ Sonnenbrand führt zu weichen Stellen in der Frucht und der Apfel ist dann unverkäuflich.

Allerdings haben die Netze auch einen negativen Aspekt: unsere Freunde, die Bussarde, können ihre Arbeit nicht tun und wir müssen die Mäuse, die schon mal einen ganzen Baum kaputt nagen, selber mit Fallen fangen. Hier half uns bisher immer ein langjähriger Mitarbeiter, der aus Altersgründen nun jedoch weniger aktiv sein kann. Von 1000 im letzten Jahr gepflanzten Bäumen verloren wir so rund 100 durch Verbiss von Feld- und Wühlmäuse. Diese Arbeit ist also ganz wichtig für uns!

 

 

Momentan reifen alle unsere Apfelsorten gut. Neben dem Mähen und dem Fallenstellen besteht die aktuelle Arbeit darin auszudünnen, das heißt einige Äpfel zugunsten der Qualität anderer herauszunehmen. Die, die hängen bleiben werden dann vom Baum in den kommenden Wochen mit all dem versorgt, was den Apfel schön rot und lecker macht! Mit den ersten frühen Äpfeln kann schon Ende Juli gerechnet werden. Das wird die Sorte „Piros“ sein: ein saftiger, süßsauerer Apfel mit roter Schale.

 

 

Aus der Gärtnerei:
„SCHON REIF? REIF!"

 

 

In unserer Gärtnerei reifen jetzt alle feinen Gemüse, die viel Wärme und Wasser brauchen: Gurken, Paprika, Tomaten und Auberginen fühlen sich seit dem Frühjahr unter den Folientunneln wohl. Die Gärtner*innen binden die Triebe im Laufe der Saison an Fäden hoch. Im September werden die Pflanzen oben am Foliendach ankommen sein. Auf dem Boden zwischen den Pflanzen wächst Gras, das bewässert und gemäht wird. Es sorgt für ein gutes Klima und hält den Boden feucht. Bei Tomaten und Auberginen können wir nicht von oben bewässern, deshalb liegt dort Heu als Mulchmaterial auf dem Erdboden. Auch dieses schützt vor Trockenheit und Unkraut und spendiert beim Zersetzen eine extra Portion Dünger.

 

 

Vor den Tunneln wachsen gesäte „Wildblumen“. Diese ziehen nützliche Insekten auf Nektarsuche an. Auf ihren Flügen kommen die angelockten Insekten auch durch unsere Tunnel und bestäuben die Gemüsepflanzen.

 

 

Außerhalb der Tunnel können wir gerade Mangold, Fenchel, Zucchini, Rote Beete und Petersilie ernten.

 

Neues vom Wochenmarkt:
SAMSTAGSMARKT AM ALTEN PLATZ

Ohne großes Gedränge oder langes Schlangestehen ging es bislang bei den Samstagsmärkten rund um die Tübinger Jakobuskirche zu.


„Einfach schön hier", „wie im Süden“, 
„das ist wie Heimkommen und in den Urlaub fahren gleichzeitig“, kommentierten einige unserer Kunden den neuen, alten Standort.
Über zwei Jahre galt in Tübingen eine entzerrte Variante des Wochenmarkts. Die Händler standen verteilt zwischen Marktplatz und Holzmarkt um Enge und dadurch Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden. Seit 11. Juli stehen nun Samstags wieder alle Händler mit ihrem Angebot rund um die Jakobuskirche in der Tübinger Unterstadt. Ob der Markt so gut angenommen wird wie früher bleibt noch abzuwarten.


Für die meisten Verkäufer*innen vom Obstgut Bläsiberg war die erneute Verlegung ein „Heimkommen“ an den alten Standort. Wer neu im Team ist freut sich, unsere Händlerkollegen näher kennen zu lernen und selbst auch mal einen Einkauf „auf Zuruf“ zu tätigen. Die Gemeinschaft zwischen den Marktverkäufern hat sich definitiv erhalten! Nur für den Auf- und Abbau brauchen wir jetzt alle wieder etwas länger. Bis sämtliche Marktstände verladen und ein Marktbeschicker nach dem anderen abfahren kann, vergeht rund eine halbe Stunde.

 

Uns vom Obstgut Bläsiberg finden Sie samstags mit Obst und Gemüse sowie Eiern an der Nordseite der Jakobuskirche. Mittwochs und freitags bleibt unser Stand am Holzmarkt bei der Stiftskirche und zieht nicht zurück auf den Marktplatz! Dort darf die Gastronomie Tübingens etwas mehr Raum einnehmen.

 

Hier ein Überblick über unsere Markttermine und Standorte:
Dienstags vor der Tübinger Volkshochschule auf dem Lorettoplatz, 7:30 bis 13 Uhr (nicht in den Sommerferien)
Mittwochs und freitags bei der Tübinger Stiftskirche auf dem Holzmarkt, 7 bis 13 Uhr
Donnerstags, Stand auf dem Rottenburger Wochenmarkt, 7 bis 13 Uhr
Samstags an der Tübinger Jakobuskirche, 7 bis 13 Uhr
Außerdem öffnen wir unseren Hofladen jeden Donnerstag und Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr. Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf unserer Internetseite.

 

ACHTUNG: Sommerpause im Hofladen und auf dem Lorettoplatz.
Während der großen Schulferien bleibt der Laden geschlossen und der Marktstand am Dienstag vor der VHS fällt aus. Wieder da sind wir dienstags ab dem 13. und donnerstags ab dem 15. September. Lieferungen und Wochenmärkte gehen wie gewohnt auch in den Sommerferien weiter.


Herzliche Grüße von Angela und dem Team vom Bläsiberg